Das Wichtigste vorab

Ein Relaunch ist nicht nur ein neues Design. Bestehende Inhalte, erreichbare URLs, Formulare, Messung und Suchsignale müssen kontrolliert in die neue Website überführt werden.

  • Erstellen Sie vor dem Design eine Liste aller wichtigen Seiten und Funktionen.
  • Ordnen Sie jede alte URL einer passenden neuen URL oder einem echten 404-Status zu.
  • Prüfen Sie nach dem Start Formulare, Weiterleitungen, Indexierung und wichtige Einstiegsseiten.

Beginnen Sie mit einer Bestandsaufnahme

Listen Sie vorhandene Seiten, Downloads, Formulare, Sprachen und angebundene Dienste auf. Ergänzen Sie zu jeder Seite den Zweck, die verantwortliche Person und die Frage, ob der Inhalt übernommen, überarbeitet, zusammengeführt oder entfernt wird.

Sichern Sie vor dem Umbau verfügbare Messdaten aus Search Console oder Analytics. Sie zeigen nicht automatisch, welche Seite gut ist, helfen aber dabei, wichtige Einstiegsseiten und häufig genutzte Inhalte nicht versehentlich zu verlieren.

Planen Sie Inhalte und neue Seiten gemeinsam

Ordnen Sie die wichtigsten Besucherfragen der neuen Navigation zu. Eine Leistungsseite sollte nicht allein deshalb aufgeteilt werden, weil mehrere ähnliche Suchbegriffe existieren. Trennen Sie Seiten, wenn Aufgabe, Zielgruppe oder nächster Schritt wirklich verschieden sind.

Halten Sie für jede neue Seite Titel, Hauptaussage, benötigte Belege und Kontaktweg fest. So wird aus dem Relaunch ein nachvollziehbares Inhaltsprojekt statt einer rein visuellen Überarbeitung.

Erstellen Sie eine URL- und Weiterleitungsliste

Wenn sich eine Adresse ändert, sollte die alte URL dauerhaft und serverseitig zur inhaltlich passenden neuen Seite führen. Viele unterschiedliche Seiten pauschal auf die Startseite umzuleiten, hilft Besuchern nicht und kann als Soft-404 behandelt werden.

Aktualisieren Sie interne Links, Canonicals, hreflang-Verweise und die Sitemap auf die neuen Adressen. Vermeiden Sie Weiterleitungsketten: Die alte Adresse sollte möglichst direkt das endgültige Ziel erreichen.

  • Alte URL und Status erfassen
  • Passende neue Ziel-URL festlegen
  • 301 oder 308 für dauerhafte Umzüge einrichten
  • Entfernte Inhalte ohne Ersatz als 404 oder 410 ausliefern
  • Interne Links direkt auf das neue Ziel aktualisieren

Testen Sie die Aufgaben der Besucher

Prüfen Sie auf Telefon und Desktop, ob Navigation, Formulare, E-Mail- und Telefonlinks sowie Sprachwechsel funktionieren. Testen Sie Erfolg, Validierungsfehler und technische Fehler eines Formulars getrennt.

Kontrollieren Sie außerdem Seitentitel, Beschreibungen, strukturierte Daten, Bildgrößen, Ladeverhalten und Tastaturbedienung. Ein fehlerfreier Build ersetzt keine Prüfung der tatsächlich ausgelieferten Seiten.

Beobachten Sie den Start mit einer festen Liste

Rufen Sie nach dem Start die wichtigsten alten und neuen URLs auf, senden Sie eine echte Testanfrage und prüfen Sie Sitemap sowie Search Console. Sichtbarkeit kann während eines Umzugs vorübergehend schwanken; ein bestimmter Rang lässt sich nicht garantieren.

Dokumentieren Sie Fehler, verantwortliche Person und Lösung. Weiterleitungen sollten laut Google bei einem dauerhaften Umzug möglichst lange bestehen bleiben; Google nennt allgemein mindestens ein Jahr.

Quellen & weiterführende Informationen

Offizielle Dokumentation zu den technischen Aussagen. Die Checklisten und Fragen zur Projektplanung sind unsere redaktionelle Einordnung.

Wie passt das zu Ihrem Vorhaben?

Beschreiben Sie Ihre Ausgangslage. Wir klären gemeinsam den passenden Umfang.

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